Donnerstag , 18 August 2022
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Kaminofen wasserführend oder wasserlos?

Kaminofen wasserführend oder wasserlos?

Ein eigener Kamin, in welchem ein loderndes Feuer prasselt, ist eine schöne Vorstellung. Doch heute hat man auf dem Markt eine sehr große Auswahl an Modellen zu seiner Verfügung.

Dabei wird zwischen wasserführenden und wasserlosen Varianten unterschieden. Hier steht der Kunde oft vor einer schwierigen Aufgabe, wenn es darum geht eine Entscheidung zu treffen. An dieser Stelle soll aufgeklärt werden, was es mit den beiden Modellen auf sich hat und welche Vor- und Nachteile diese bergen. Im Anschluss dürfte eine Entscheidung wesentlicher einfacher fallen.

[su_box title=“Nicht wasserführende Kaminöfen“ box_color=“#1a65df“ title_color=“#090000″ radius=“5″] Bei einem nicht wasserführenden Kaminofen handelt es sich im Grunde um einen normalen Kamin. Dieser verfügt über eine Brennkammer und kann einen Raum entsprechend mit Wärme und Licht versorgen. Öfen dieser Art besitzen alle den gleichen Aufbau. In den meisten Fällen sind solche Öfen aus Gusseisen oder Stahl gefertigt. Im Inneren wurden sie mit Schamottstein ausgekleidet, welcher die Wärme besonders gut leitet und zudem feuerfest ist. In der Regel kann über einen Regler, dieser kann elektrisch oder mechanisch gesteuert sein, die Menge des zugeführten Sauerstoffes reguliert werden. Je mehr Sauerstoff, desto heißer brennt das Feuer. Die Asche wird dann von einem Aschebehälter aufgefangen. Doch die Wärme eignet sich lediglich dazu, einen einzigen Raum mit Wärme zu versorgen. Selbst bei weit geöffneten Türen zu den Nachbarzimmern verpufft die Energie recht schnell. An dieser Stelle setzen die wasserführenden Kaminöfen an.[/su_box] [su_box title=“Wasserführende Kaminöfen“ box_color=“#1a65df“ title_color=“#090000″ radius=“5″] Wasserführende Kaminöfen sind nach dem gleichen Prinzip aufgebaut. Allerdings wurde hier ein zusätzlicher Wärmetauscher installiert. Dieser kann an einen Wasserkreislauf angeschlossen werden. Somit lässt sich die Wärme dazu nutzen, ein bestehendes Heizungssystem zu betreiben. Je nach Bauart können bis zu 80 Prozent der erzeugten Hitze an das Wasser abgegeben werden. Allerdings lassen sich aus diesem Grund solche Öfen nicht direkt mit der Heizungsanlage verbinden. Es muss immer ein geregelter Pufferspeicher zwischen dem Ofen und dem Heizungskreislauf bestehen. Zudem sollte die Heizung über einen eigenen Warmwasserspeicher verfügen. Der Puffer übernimmt die Funktion eines Verteilers. Er reguliert die immense Hitze auf angemessene Temperaturen und verteilt die Wärme auf das Heiz- und Brauchwasser. Dabei wird in der Regel nur etwa ein Drittel der Wärme an den Heizungskreislauf abgegeben. Der Rest wird dem Brauchwasser zugeführt. Durch den hohen Wirkungsgrad der heutigen Kaminöfen, kann ein Großteil der benötigen Energie zum Heizen, aus einem wasserführenden Kaminofen gewonnen werden.[/su_box]

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Im Vergleich

wasserführender Kaminofen

wasserführender Kaminofen – Urheberrecht: rebmann / 123RF Stockfoto

Alles hat seine guten und seine schlechten Seiten. Worin bestehen hier die Vorteile und die Nachteile der beiden Systeme. Auf den ersten Blick kann natürlich gesagt werden, dass ein nicht wasserführender Kaminofen nur dazu genutzt werden kann, einen einzigen Raum zu beheizen. Beim anderen Modell ist es hingegen ein ganzes Haus. Doch so einfach wie dies klingt, ist es am Ende nicht.

  • Ein wasserführender Kaminofen ist in der Anschaffung natürlich teurer. Doch dabei stellt der Preis nicht einmal das Problem dar. Hier müssen auch die Folgekosten bedacht werden. Wer sein Heizungssystem nicht vornherein so ausgelegt hat, dass dieses durch einen wasserführenden Kaminofen unterstützt werden kann, muss nachrüsten. Zum einen muss ein entsprechender Pufferspeicher installiert werden, welche für die Wattzahl des Kamins auch geeignet ist. Auch das Verlegen neuer Rohre muss eingeplant werden. In vielen Fällen ist der Puffer auch noch mit einer komplexen Elektronik versehen, welche gewartet werden muss. Auf den eigentlichen Kaufpreis können also gut und gerne noch einmal 2.000 bis 3.000 Euro aufgeschlagen werden. Weitere Informationen gibt es auf Kamdi24.
Kaminofen

nicht wasserführender Kaminofen – Urheberrecht: thesupe87 / 123RF Stockfoto

Allerdings ist auch dieser Punkt nicht allzu negativ zu betrachten, denn am Ende kann sich ein solches System mehr als rechnen. Innerhalb von nur drei bis vier Jahren kann die Ersparnis an Heizkosten, den Anschaffungspreis um das doppelte übersteigen, denn ein Kamin wird mit billigem und vor allem nachwachsenden Rohstoffen befeuert.

Und ohne Wasser

  • Aber auch ein nicht wasserführender Kaminofen hat seine Vorteile. Er kann zu aller erst dort eingesetzt werden, wo größere Anlagen nicht sinnvoll sind. Wird zum Beispiel nur das Erdgeschoss eines Hauses bewohnt, kann ein entsprechendes leistungsfähiges Modell bei mehrstündigem Betrieb, durchaus für eine angenehme Wärme in allen Räumen sorgen. Natürlich wird bei einer solchen Betriebsdauer mehr Brennstoff verbraucht, was die Kosten für das Holz wieder erhöht. Rechnet man allerdings nach, so ist der Preis immer noch niedriger, als bei einer regulären Heizung. Zudem erspart ein solcher Ofen einen erheblichen Installationsaufwand, denn er kann an einer festen Stelle im Raum installiert werden.
[su_box title=“Die grundsätzliche Problematik“ box_color=“#1a65df“ title_color=“#090000″ radius=“5″]

Eines stellt aber bei beiden Öfen ein kleines Problem dar. Sie erzeugen Abgase und diese müssen nach draußen geleitet werden. Somit ist der Einbau nur in Gebäuden möglich, welche über eine offene Esse verfügen. Auch hier kann natürlich nachgerüstet werden, was aber wiederum zusätzliche Kosten verursacht. Zudem muss der Qualm gefiltert werden, denn die gesetzlichen Bestimmungen legen fest, wie viel Schadstoffe dieser enthalten darf. Viele Modelle haben daher bereits einen integrierten Rußfilter, sodass dieser Umstand nicht wirklich ein Problem darstellt.[/su_box]

Unterm Strich

Am Ende haben natürlich beide Systeme ihre Vorzüge und ihre Nachteile.

  1. Ein wasserführender Ofen eignet sich sehr gut, um Heizkosten zu sparen, allerdings müssen die Installationskosten für die gesamte Anlage mit bedacht werden. Diese akklimatisieren sich allerdings recht schnell.
  2. Ein nicht wasserführender Ofen kann nur für wenige Räume genutzt werden, und es muss eine entsprechende Menge an Brennstoff vorhanden sein. Dennoch eignet sich der Einsatz in kleinen Häusern oder auch Wohnungen. Am Ende sind die kosten weit niedriger, als bei einer gewöhnlichen Zentralheizung.

Doch eines kann man zum Abschluss sagen. Bei allem für und wider, dass Licht des Feuers kann einfach nicht nachgeahmt werden.

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