Freitag , 9 Dezember 2022
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Krankenversicherung für Referendare: Das müssen Sie wissen

Krankenversicherung für Referendare: Das müssen Sie wissen

Wer in Deutschland eine Beamtenlaufbahn anstrebt, beginnt ganz am Anfang als Referendar. Hierfür ergeben sich einige Stolpersteine bei der Krankenversicherung, wo es besser ist, wenn man vorher Bescheid weiß. Wir sagen, was Sie wissen müssen.

Privat oder gesetzlich krankenversichern?

Das sollte die erste Frage sein, die sich Ihnen stellt. Während die meisten spontan auf die gesetzliche Krankenversicherung (GKV) zielen, sollte nicht unerwähnt bleiben, dass eine private Krankenversicherung (PKV) auch ihre Vorteile hat. Denn als Referendar haben Sie Anspruch auf Beihilfe, wobei der Dienstherr einen Teil der Krankheitskosten übernimmt. Dies ist aber nur dann relevant, wenn Sie privat versichert sind. Bei der GKV bleiben Sie hingegen selbst auf den Kosten der Versicherung sitzen – und das sind bei einem Einkommen von 1.300 Euro immerhin fast 200 Euro im Monat.

Beihilfe ist nicht komplett

Während die GKV ein Vollprogramm abdeckt, deckt die Beihilfe, wie der Name schon vermuten lässt, nur einen Teil der Krankheitskosten ab. Theoretisch würden Sie auf dem Rest sitzen bleiben. In Deutschland gibt es aber eine Pflicht zur Krankenversicherung. Private Krankenversicherungen haben einige Angebote, die dabei helfen. Denn es gibt spezielle Tarife für Referendare, die die Lücke zwischen Beihilfe und vollem Leistungsumfang schließen. Damit können Sie richtig sparen.

Welche Punkte sind zu berücksichtigen?

Die PKV ist im Gegensatz zur GKV eine private Dienstleistung. Deshalb können die Versicherer ihre Regeln selbst festlegen und machen davon rege Gebrauch. Bei der Festlegung des Tarifs spielen eine Reihe von Risikofaktoren in die Kalkulation mit ein, darunter die Familiensituation, Ihr Alter, chronische Erkrankungen und vieles Weitere. Welche Option sich in Ihrem konkreten Fall lohnt, muss daher sorgfältig errechnet werden. Dabei ist zu berücksichtigen, wie viel durch die Beihilfe abgedeckt wird. Sind Sie ledig, deckt die Beihilfe 50 Prozent der beihilfefähigen Aufwendungen ab. Haben Sie eine Familie und Kinder, sind es sogar 70%. Auch zu beachten ist, dass die PKV im Laufe der Zeit immer teurer wird, weil sich Ihre Risikofaktoren (vor allem Ihr Alter) zu Ihrem Ungunsten verschlechtern. Gegenrechnen sollten Sie allerdings, was Sie „in guten Jahren“ gespart haben, denn das ist verfügbares Einkommen, das Sie beispielsweise in eine Zusatzrente investieren könnten.

Wenn Sie Ihre Ausbildung abgeschlossen haben, können Sie sicher davon ausgehen, dass sich die monatlichen Beiträge einer PKV ändern werden. Denn wenn Sie dauerhaft Beamter sind, müssen die Versicherer Altersrückstellungen bilden – und an diesen Kosten werden Sie natürlich beteiligt.

Fazit: Rechnen und entscheiden

Am Ende bleibt nur zu sagen, dass Sie am besten selbst kalkulieren sollten, welche Option für Sie richtig ist. Allerdings ist durch den staatlichen Zuschuss eine PKV für viele ein guter Weg, bei der Krankenversicherung zu sparen. Man sollte aber im Auge behalten, welche Kosten künftig auf Sie zukommen werden.

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