Dienstag , 16 August 2022
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Kürzere Haltbarkeit bei Haushaltsgeräten – Was ist dran und was können Verbraucher selbst unternehmen?

Kürzere Haltbarkeit bei Haushaltsgeräten – Was ist dran und was können Verbraucher selbst unternehmen?

Dank neuerster Technik erweitert sich auch der Funktionsumfang von Haushaltsgeräten. Dass Entwicklung und Hightech aber nicht unbedingt auch Langlebigkeit der Geräte bedeutet, das zeigen Statistiken und Studien zur Obsoleszenz in Verbindung mit den Geräteherstellern. Aber auch die Verbraucher selbst haben Einfluss auf die Haltbarkeit der Haushaltstechnik. Pflege und Wartung tragen zur Funktionstüchtigkeit bei.

Hightech, hochwertiges Design aber kürzere Lebensdauer der Haushaltsgeräte?

Haushaltsgeräte erleichtern den Alltag, ein Leben ohne Waschmaschine, Kühlschrank oder Backofen ist kaum vorstellbar. Dementsprechend ist uns diese Hilfe auch einiges Wert, wir investieren viel Geld in Technik, Funktionalität und Design. Besonders die Optik der Geräte ist auch eine Trendfrage, zeitlos dagegen behaupten sich Oberflächen aus Edelstahl. So schön diese Kühlschränke und Kochherde, Backöfen, Kaffeemaschinen und Mixer auch aussehen, die Metalloptik benötigt regelmäßige Pflege und Reinigung. Eine andere Frage als das Design ist die der Haltbarkeit der Haushaltsgeräte. Bei den Verbrauchern wird eine immer kürzere Funktionstüchtigkeit und Reparaturanfälligkeit wahrgenommen. Ist dem wirklich so und wird die Technik tatsächlich minderwertiger? Sollen die Verbraucher so zum Kauf von neuer Technik gelockt, und damit die Umsätze angekurbelt werden? Oder ist das nur eine rein subjektive Wahrnehmung der Verbraucher?

Der Vorteil an qualitativer Haushaltstechnik ist die Langlebigkeit, und das ist den deutschen Haushalten einiges Wert. Laut einer Statistik der Datenanalysten von Statista, sind die Ausgaben privater Haushalte für Haushaltstechnik im Zeitraum 1991 bis 2014 von knapp neun Milliarden Euro bis auf 14,53 Milliarden Euro gestiegen. Allerdings sind in den Kostenangaben auch die Reparaturkosten der Haushaltsgeräte angegeben.

Studie vom Bundesamt für Umwelt wertet Daten der Hersteller aus

Besonders was den Faktor Reparaturen von Küchenherden, Kühlschränken, Waschmaschinen und anderen Geräten betrifft, beklagen die Haushalte aber auch die Verbraucherschützer eine immer kürzer werdende Haltbarkeit von neuer Technik. In der Fachsprache wird dieser Verschleiß auch als Obsoleszenz bezeichnet. In einer Studie des Umwelt Bundesamtes sollte genau dieser Umstand genauer untersucht werden. In einem Zwischenbericht aus dem Jahr 2015 informiert das Bundesamt für Umwelt, dass im Bereich großer Haushaltsgeräte, wie Waschmaschinen, Wäschetrockner und Kühlschränke, sich die sogenannte „Erstnutzungsdauer“ im Untersuchungszeitraum verkürzt hat, nämlich von 14 Jahre auf 13 Jahre. Diese Verkürzung lässt sich auf verschiedene Gründe zurückführen wie technische Fehler (2/3) und der Wunsch nach neuer Technik (1/3).

Die Werte aus der Studie zeigen, dass sowohl die Hersteller als auch die Verbraucher selbst, schneller neue Geräte verkaufen und kaufen möchten. Die Entwicklung neuer Technik und Verfahren erfolgt in immer kürzer werdenden Abständen und auch die Werbung schürt das Interesse für Hightech. Aber auch wenn zu einem gewissen Prozentsatz tatsächlich der Wert der Haltbarkeit sinkt, haben es die Verbraucher zum Teil auch selbst in der Hand, die erworbenen Geräte zu pflegen und zu warten.

Als Verbraucher auf Sauberkeit und Hygiene der Haushaltsgeräte achten, das wirkt sich positiv auch auf die Funktionalität aus

Viele dieser Haushaltsgeräte verdanken die Lebensdauer aufgrund regelmäßiger Reinigung. Zum Beispiel Kaffeemaschinen müssen regelmäßig von Ablagerungen und Verkalkung gereinigt werden. Erfolgt das nicht, kann über kurz oder lang auch die Technik keinen Schutz vor Defekten bieten. Viele namhafte Hersteller bieten für Haushaltsgeräte spezielle Reinigungsmittel und Pflegeprodukte für empfindliche Oberflächen aus Edelstahl an. Diese wurden speziell für die jeweiligen Fabrikate entwickelt und produziert. Erhältlich sind die Produkte im Fachhandel oder direkt bei den Herstellern und über deren eigene Vertriebskanäle im Internet.

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