Freitag , 19 August 2022
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Kunde zahlt Rechnung nicht? Überlassen Sie das den Profis

Kunde zahlt Rechnung nicht? Überlassen Sie das den Profis

Jeder, der Waren oder Dienstleistungen anbietet, dürfte das schon einmal erlebt haben: Der Job ist erledigt, aber der Kunde will die Rechnung nicht bezahlen. Sie als Anbieter haben sicherlich anderes zu tun, als Ihrem Geld hinterher zu laufen – also lassen Sie es Profis für sich tun.

Nicht bezahlte Rechnung: Das sollten Sie tun

Im Zweifel für den Angeklagten, das ist ein Grundsatz in unserem Rechtssystem und an den sollten auch Sie sich halten. Zunächst sollten Sie davon ausgehen, dass eine nicht bezahlte Rechnung nur ein Versehen und keine Absicht ist. Sie können dem Kunden nun eine formlose Zahlungserinnerung schicken und ihn darauf aufmerksam machen, dass es noch eine offene Rechnung gibt. Wenn diese ebenfalls unerwidert bleibt, können Sie mahnen. Es handelt sich dabei im Grunde auch um Rechnungen, üblicherweise wird der Ton aber schärfer. Sie können auch Mahngebühren verlangen. Spätestens hier sollten Sie auf dem Postweg mit einem Einschreiben arbeiten, um die Zustellung zu protokollieren. Nachdem Sie mehrmals erfolglos gemahnt haben, steht der Weg zum Anwalt offen, der abermals einen Brief schickt und schließlich eine Klage einreichen kann.

Rechtsweg ist teuer – und meist unnötig

Je nachdem, wie groß die Forderungen gegenüber ihrem Kunden sind, kann sein, dass es sich finanziell nicht lohnt, den Rechtsweg zu bestreiten. Denken Sie daran, dass Sie in Vorleistung gehen müssen – nur wenn es zu einem Prozess kommt und Sie Recht bekommen, hat der säumige Kunde für Ihre Anwaltskosten aufzukommen. Das lohnt sich häufig nur dann, wenn es um Beträge geht, die die Kosten für den Rechtsbeistand um ein Vielfaches übersteigen.

Die Alternative: Inkassodienste

Inkassodienste sind darauf spezialisiert, Geld einzutreiben, das Kunden Dienstleistern oder Verkäufern schulden. Sie agieren oft weltweit und erledigen die Arbeit, damit Sie keine mehr damit haben. Das funktioniert so: Nach erfolglosen Mahnungen wenden Sie sich an einen Inkassodienst und schildern die Situation. Je nach Arbeitsweise des Inkassodienstes bekommen Sie die offenen Forderungen direkt oder wenn das Geld letztendlich bezahlt ist. Sie haben danach nichts mehr mit dem Fall zu tun, denn um alles Weitere kümmert sich der Inkassodienst. Dieser wird dann ähnliche Wege beschreiten, die hier schon skizziert wurden. Das bedeutet einen Schriftwechsel bis hin zu rechtlichem Beistand und einer Klage, falls das nötig ist. Der Unterschied ist, dass Inkassodienste aufgrund ihrer Leistungen viele Erfahrungen mit Forderungen haben und Tipps kennen, wie sie am ehesten an ihr Geld kommen. Meist sind Juristen Teil des Teams von Inkassodiensten, sodass die Anwaltskosten zu vernachlässigen sind, weshalb es sich schon eher lohnt, ein anwaltlich geprüftes Schreiben aufzusetzen.

Inkassoauftrag ganz einfach

Das Internet macht’s möglich – einen Inkassoauftrag abzusetzen kann ganz bequem im Internet von Zuhause aus erledigt werden. Dazu müssen Sie nur ein paar einfache Fragen beantworten, die direkt den Fall betreffen. Dazu zählen die Eckdaten der Rechnung (Datum, Nummer, Grund, Zahlungsziel, Summe usw.), die Eckdaten des Schuldners (d.h. Kunden), also Name und Anschrift sowie Ihre Daten, da Sie als Gläubiger ebenfalls erwähnt werden, damit der Schuldner weiß, wen der Inkassodienstleister vertritt.

Versuchen Sie es erst im Guten

Auch wenn es verlockend wirkt, weil es so schön einfach ist, sollten Sie einen Inkassodienstleister erst beauftragen, wenn Sie mit „normalen“ Methoden sicher nicht mehr an Ihr Geld kommen. Wenn Sie zu früh per Inkasso Ihre Forderungen geltend machen und sich später herausstellt, dass ein Missverständnis oder ein sog. „wichtiger Grund“ die Ursache für den Zahlungsverzug war, machen Sie sich keine Freunde und sorgen nicht gerade für gute PR. Auch sollten Sie zwischen den Briefwechseln eine angemessene Frist setzen (und diese auch benennen) – zwei bis vier Wochen sind als Zahlungsziel üblich. Weniger kann vor Gericht als unverhältnismäßig angefochten werden.

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