Samstag , 25 Juni 2022
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Uhren als Kapitalanlage: 3 Tipps

Uhren als Kapitalanlage: 3 Tipps

Die aktuellen Zeiten sind von einer finanziellen Repression und Niedrigzinsen geprägt. Aus diesem Grund schauen sich immer mehr Anleger nach alternativen Möglichkeiten der Geldanlage um. In den Fokus rückt dabei unter anderem auch der Markt für klassische Armbanduhren.

In diesem Zusammenhang kommt jedoch natürlich die Frage auf, welche Kriterien eigentlich beachtet werden müssen, wenn eine Uhr als rentable Wertanlage dienen soll. Grundsätzlich steht der Wert einer Armbanduhr nicht unbedingt mit ihren Komplikationen und technischen Qualitäten in Zusammenhang. Luxusuhren lassen sich vielmehr mit Kunstwerken vergleichen. Die Auswahl an hochwertigen Schweizer Uhren bei Zeitlounge erlaubt beispielsweise, einige Modelle zu finden, die sich als Wertanlage eignen.

Welche drei Tipps generell zu beachten sind, wenn die neue Uhr den Zweck einer Kapitalanlage erfüllen soll, erklärt der folgende Beitrag.

Die richtige Modellauswahl

Unabhängig davon, ob lediglich eine einzelne Investition getätigt oder ein ganzes Portfolio an Uhren etabliert werden soll – steht der wirtschaftliche Aspekt bei dem Kauf einer luxuriösen Armbanduhr im Fokus, kann auf ein systematisches Vorgehen nicht verzichtet werden. Als Orientierung dienen dabei stets mess- und skalierbare Faktoren.

Interessant als Kapitalanlage sind neue Uhren, also solche Modelle, welche die aktuellen Modetrends widerspiegeln, nur in den seltensten Fällen, da sich der Kaufpreis vor allem durch die hohen Anteile der Weichkosten zusammensetzt. Besonders stark in Erscheinung treten dabei die Vertriebskosten, deren Kompensation durch Rabatte nur zum Teil möglich ist.

Die Situation kann sich bei Uhren renommierter Hersteller, wie etwa Patek Philippe, Vacheron Constantin oder Audemars Piguet, jedoch auch anders gestalten, zum Beispiel, wenn diese Modelle mit besonderen Alleinstellungsmerkmalen oder in limitierten Auflagen auf den Markt kommen. Die Weichkostenanteile fallen bei Vintage-Modellen jedoch in den meisten Fällen wesentlich niedriger aus. Ihr Preis richtet sich vor allem nach Angebot und Nachfrage.

Die sorgfältige Uhrenbewertung

Wird eine Uhr zu Investitionszwecken angeschafft, ist auf eine technische Einschätzung nach der ersten Authentizitätsprüfung nicht zu verzichten. Im Zuge dieser findet eine Ermittlung der Wartungs- und Instandsetzungskosten sowie dem allgemeinen technischen Zustand statt. Schließlich kann der ökonomisch lohnenswerte Rahmen bei einer Vintage-Uhr bereits durch die Anfertigung einer notwendigen Unruhwelle, die nicht mehr lieferbar ist, überzogen werden.

Falls die Anfertigung weiterer Ersatzteile nötig wird oder ihre Beschaffung sich sehr aufwendig gestaltet, kann sich die Investition schnell in einen unwirtschaftlichen Bereich verlagern. Die sorgfältige Bewertung einer Uhr sollte daher stets durch einen Fachmann erfolgen, der über umfangreiche Modell- und Marktkenntnisse verfügt und eine detaillierte Profilanalyse erstellen kann.

Die richtige Versteuerung

Bei der Investition in eine Uhr darf ebenfalls das Finanzamt nicht außer Acht gelassen werden.

Sollten die Umsätze nur ein geringes Ausmaß aufweisen, sodass mit diesen keine gewerbliche Tätigkeit ausgeübt wird, bewegt sich die Investition in Uhren im Bereich der privaten Veräußerungsgeschäfte. Bei diesen ist der Gewinn steuerfrei, wenn zwischen dem Kauf- und dem Verkaufszeitpunkt mindestens zwölf Monate liegen.

Wird die Freigrenze von 600 Euro jedoch im Rahmen unterjähriger Spekulationsgeschäfte überschritten, sind die Gewinne stets steuerpflichtig. Unter der Kategorie der sonstigen Einkünfte ist der Gewinn dann zu dem herkömmlichen zu versteuernden Einkommen zu addieren.

Probleme können auftreten, wenn die Gewerblichkeitsgrenze durch die Anzahl und die Höhe der Transaktionen überstiegen wird. Die generierten Gewinne sind dann von der Gewerbesteuer für Kleingewerbe betroffen. Werden jährlich höhere Umsätze als 17.500 Euro generiert, fällt außerdem die Umsatzsteuer an. Investoren sollten daher ihren steuerlichen Status durch einen Fachmann überprüfen lassen und diesen in die Kalkulation ihrer Rendite einbeziehen.

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