Montag , 8 August 2022
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Vermeiden Sie den Druck auf den Ohren im Flugzeug

Vermeiden Sie den Druck auf den Ohren im Flugzeug

OhrenschmerzenBereits kurz nach dem Start nehmen die meisten Flugpassagiere erste Veränderungen im Ohrenbereich wahr. Diese sind in der Regel mit dem offensichtlichen Verspüren in Bezug auf den Aufbau eines Ohrendrucks verbunden. Damit einher geht auch das Gefühl schlechter zu hören – das Ohr fühlt sich blockiert an. Wir zeigen Ihnen die Ursachen von Ohrendruck Wege, die im Zusammenhang mit Ohrendruck Abhilfe verschaffen können.

Ein zentraler Aspekt

Zunächst beschäftigen wir uns mit dem Grund dafür, dass Ohrendruck während des Fliegens überhaupt auftritt. Zentral ist die Veränderung des Luftdrucks. Diese Veränderung ist besonders während des Stars bzw. während der Landung extrem. Betroffen ist der Bereich zwischen Gehörgang und Mittelohr, dadurch entstehen direkte Auswirkungen auf das Trommelfell, welches beim Menschen besonders sensibel ist. Der Ohrendruck wird „spürbar“ wahrgenommen, nicht selten sprechen Betroffene vom Gefühl, dass die Ohren „zu“ seien.

Möglichkeiten des Entgegenwirkens von Luftdruck

Es gibt einige recht einfache Möglichkeiten, dem Ohrendruck entgegenzuwirken. Je nach Empfindungstyp, kann ein Gähnen oder Schlucken dazu führen, dass sich der Ohrendruck abbaut. Auch spezielle Atemtechniken, wie ein dauerhaftes Ausatmen können möglicherweise beim Druckabbau behilflich sein. Wichtig ist, dass das Praktizierte als Ausgleich des Ohrendrucks dient. Allerdings gibt es Personengruppen, die Probleme haben, einen solchen Druckausgleich herbeizuführen. Die betrifft insbesondere Kinder sowie Menschen mit Erkältung.

[su_quote]Im schlimmsten Fall kann der Ohrendruck über mehrere Tage bestehen bleiben, also auch nach Verlassen des Flugzeugs. Bis auf diese unangenehme Tatsache, ist Ohrendruck aber harmlos und führt nur in den seltentsten Fällen zu einer dauerhaften Schädigung des Trommelfells bzw. der Ohren.[/su_quote]

Zusammenhang Höhe und Luftdruck – Menschliche Reaktionen

Wenn ein Flugzeug in die Höhe geht, ist dies mit einer Senkung des Luftdrucks verbunden. Das bedeutet, dass je höher ein Flugzeug steigt, desto geringer wird der Luftdruck. Die Flugzeuge erzeugen in den Kabinen eine manuelle Druckerhöhung, umso einen ersten Luftdruckausgleich vorzunehmen. Dennoch gehen gewisse Anteile des Luftdrucks in Flugreisehöhen verloren. In etwa 75% des natürlichen Luftdrucks auf dem Boden, bleiben erhalten. Das menschliche Ohr reagiert leider nicht automatisch auf Luftdrucksenkungen. Das Trommelfell ist das Bindeglied zwischen Mittelohr und äußerem Gehörgang und bildet eine „organische Tür, zwischen diesen wichtigen Bestandteilen des Ohres. So bleibt der Druck im Mittelohr erst gleich, bevor es dann zu einem Überdruck kommt. Es besteht dadurch eine direkte Wirkung auf das Trommelfell, dass sich nun in Außenrichtung wölbt. Eine freie Schwingung des Trommelfells kann so nicht mehr gewährleistet werden. Der Mensch verspürt nun ein Art „Knacksen“, die vor allem im Flugzeug bei nahezu jedem auftritt. Das Gefühl wird als unangenehm wahrgenommen und kann mit Nebenwirkungen wie verstärkten Ohren- oder auch Kopfschmerzen einher gehen.

Die Eustachische Röhre

Die Ohrtrompete wird in der Biologie als Eustachische Röhre bezeichnet. Ihre zentrale Funktion ist der Druckausgleich. Durch die Eustachische Röhre kommt die Verbindung zwischen Mittelohr und Nasenraum zustande. Weiterhin dient sie als Schutz vor Infektionen, die das Ohr aus Atemwegen bekommen kann. Das Schlucken oder Gähnen eignet sich als Durcksausgleichsmittel, weil die Eustachische Röhre dabei jeweils geöffnet wird. Nun ist eine Luftaustretung aus dem Mittelohr möglich.

[su_box title=“Techniken“ box_color=“#1a65df“ radius=“1″]
  • Das Gähnen oder Schlucken sind die ersten Varianten, die beim Verspüren von Ohrendruck, umgesetzt werden sollten. Häufig helfen bereits diese Mittel, um das unangenehme Gefühl wegzubekommen.
  • Als sehr effizient bei Start und Landung, hat sich zudem der Kauvorgang, idealerweise anhand eines Bonbons oder Kaugummis erwiesen.
  • Sollten diese Methoden noch nicht zum Erfolg führen, so sollte die sogenannte „Valsalva-Methode“ ausprobiert werden. Dies funktioniert durch das Zuhalten der Nase durch zwei Finger. Der Mund wird verschlossen und es folgen mehrere kräftige Ausatemzüge. Es kommt zu einem Überdruck im Nasenrachenraum. So wird erneut die Eustachische Röhre geöffnet und es kann Luft entweichen.[/su_box]

Fluglandung

Landung gefährlicher als Start?

Viele Passagiere berichten über stärkeren Ohrendruck bei der Landung, als beim Start. Grund hierfür ist, dass bei der Landung der wirkende Unterdruck auf das Ohr stärker ist, während beim Start der Überdruck deutlicher ausgeprägt ist. Unterdruck ist naturgemäß schwerer auszugleichen, entsprechende Techniken mit dem Ziel der Abschwächung sollten in jedem Fall frühzeitig angewendet werden.

Gerade Babys oder Kleinkinder, können den Druckausgleich noch nicht selbst durchführen. Daher sollte man ihren dabei helfen. Durch Füttern oder Stille werden Reflexe und Techniken stimuliert, die Ohrenschmerzen vorbeugen können. Da die Baby- und Kinderohren besonders empfindlich sind, muss hier eine noch höhere Sensibilität an den Tag gelegt werden und insbesondere bei Start und Landung, sollten Eltern ihre Kinder nicht aus den Augen lassen. Dort sollten die Jüngsten unbedingt wachbleiben, da das Einschlafen die Funktionität der Eustachischen Röhre beeinflusst und diese nicht mehr optimal druckausgleichend arbeiten kann.

Arztbesuch als Hilfe

Bei Erkältung hilft Nasenspray – eine Weisheit, die sich auch positiv auf den Druckausgleich beim Fliegen auswirken kann. Nur wenn die Schleimhäute abschwillen, funktioniert der Druckausgleich einwandfrei. Bei starker Erkältung sollte ärztlicher Rat eingeholt werden. Ein Arzt ist zwingend auch dann aufzusuchen, wenn der Ohrendruck lange nach dem Flug zu spüren ist oder große Schmerzen im Trommelfellbereich wahrgenommen werden.

[su_box title=“Dies könnten folgende Symptome sein:“ box_color=“#1a65df“ radius=“1″]
  • Übelkeite und Schwindel
  • vermindertes Hören
  • stechende Ohrenschmerzen[/su_box]

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Titelbild – Ohrenschmerzen Urheberrecht: wavebreakmediamicro / 123RF Stockfoto

Fluglandung – Pixabay.com

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