Montag , 6 Juli 2020
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Wann kommen Häuser serienmäßig aus dem 3D Drucker?

Wann kommen Häuser serienmäßig aus dem 3D Drucker?

Es klingt wie eine utopische Vorstellung aus der Zukunft: Bauwerke, die dreidimensional gedruckt werden. Es handelt sich dabei jedoch keineswegs um eine fixe Idee, sondern um die Zukunft des Bauwesens – zumindest wenn man zahlreichen Experten aus der Branche Glauben schenkt. In wenigen Jahren könnte es Standard sein, dass Häuser im 3D Druck Verfahren errichtet werden.

Materialsparend und schnell

Der dreidimensionale Druck ist ein additives Verfahren. Das bedeutet, dass Material hinzugefügt wird, um einen Gegenstand herzustellen. Für den Hausbau ist diese Methode sehr effizient. Es müssen keine Steine genutzt werden, bei deren Herstellung viel Abfall entsteht. Stattdessen wissen die Bauherren stets, wie viel Beton sie benötigen. Für die Errichtung nutzen sie üblicherweise einen Roboter, der sich dreht oder auf Schienen über die Baustelle bewegt. Er verteilt den Beton so, dass schichtweise die Mauern entstehen. Der Prozess nimmt sehr viel weniger Zeit in Anspruch als herkömmliche Bauarbeiten. Es wurden bereits Projekte realisiert, bei denen die Errichtung eines Wohnhauses nur 24 Stunden dauerte.

Günstiger geht es kaum

Die US-amerikanische Firma Icon hat zum Beispiel schon mehrere Bauwerke innerhalb eines Tages fertiggestellt. Doch nicht nur Zeit spart die Methode, sondern vor allem Geld. Da unter anderem weniger Personal und Material zum Einsatz kommen, kosten die Bauwerke von Icon lediglich 4.000 Dollar. Im Mai 2020 stellte das Unternehmen sechs Häuser mit einer Fläche von je 37 Quadratmetern in Austin fertig. Sie sollen in Kürze von Obdachlosen der Stadt bezogen werden. Die Gebäude stellen den Anfang des Projekts „Community First!“ dar. Auf einer Gesamtfläche von 21 Hektar soll in den kommenden Jahren ein ganzes Viertel mit zahlreichen Häusern entstehen, die Menschen ohne festen Wohnsitz als dauerhafte Unterkunft dienen.

Kunststoffprodukte entstehen im Spritzguss

Ist das Haus fertig ausgedruckt, dann muss es noch mit Objekten versehen werden, die nicht im Zuge der Bauarbeiten entstehen können. Dazu gehören beispielsweise die Türen und Fenster, aber auch die Steckdosen und Lichtschalter. Es hat sich in den vergangenen Jahrzehnten etabliert, für die massenhafte Herstellung von Produkten aus Kunststoff Spritzguss einzusetzen. Dabei erhitzt eine Maschine Plastik und spritzt sie in eine Form. Sobald das Material abgekühlt ist, ist es hart und der Gegenstand fertig.

Verschiedene Verfahren für die Serienproduktion

Für eine Serienproduktion im Spritzgussverfahren empfiehlt es sich, ein Unternehmen wie 3D Hubs zu beauftragen. Die Mitarbeiter können anhand der Informationen zu einem geplanten Projekt einschätzen, ob das Verfahren geeignet ist und wie hoch die Kosten sein werden. Die Firma bietet außerdem andere Methoden wie das CNC Fräsen und den 3D Druck Wien und in anderen Städten an. 


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