Sonntag , 22 Juli 2018
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Ameisen im Haus bekämpfen

Ameisen im Haus bekämpfen

Ameisen im Haus will niemand haben. Wenn man im Sommer die Türen und Fenster aber offen stehen lässt, dann nehmen auch die Insekten gern diesen unversperrten Weg ins Haus und suchen sich dann auf direktem Weg einen Zugang zu den Nahrungsmitteln. Stärke- und zuckerhaltige Nahrungsmittel sind es übrigens, auf die es die Tierchen abgesehen haben. Meist lässt sich das Problem ohne Profi lösen.

Umsiedeln

Wichtig für die Bekämpfung der Insekten ist die Frage, um welche Art von Tieren es sich handelt und welche Nahrungsmittel sie bevorzugen. Darüber hinaus sollte man klären, wie die Tiere ins Haus gelangen und wo sie ihr Nest haben. Kennt man das Nest der Tiere, kann man sie relativ leicht umsiedeln. Dafür braucht man einen Blumentopf, den man mit Holzwolle oder Erde befüllt und dann auf den Kopf auf das Nest stellt. Nachdem die Insekten in den Topf gezogen sind, kann man sie leicht nach draußen umsiedeln.

Ameisen im Hais bekämpfenKleine, aber hilfreiche Hausmittel

Wenn man die Insekten auf dem Balkon oder der Terrasse hat und sie von dort aus in das Haus gelangen, kann man das Nest, das sich im Blumenkübel oder Blumenkasten befindet, solange konsequent unter Wasser setzen, bis das gesamte Ameisenvolk umgezogen ist.

Interessant ist, dass man den Ameisen auch Barrieren setzen kann. Das heißt, dass man sie gezielt daran hindert, ihren Weg zu gehen. Dafür braucht man Kreide, mit der man am Boden genau quer durch die Ameisenstraße einen dicken Strich zieht. Die Tiere mögen überhaupt keine Kreide und so wird dieser Kreidestrich zu einer unüberwindbaren Barriere für die Ameisen.

Ätherische Kräuter helfen sehr gut gegen den Ameisenbefall. Wacholderblätter, Tausendgüldenkraut, Farnkraut, Zitronenkraut, Lavendelöl, Kerbel oder auch Lavendelblüten, die auf die Ameisenstraße gestreut werden, vertreiben die lästigen Insekten. Neben der Tatsache, dass die Tiere den Duft der ätherischen Öle nicht mögen, wird der Orientierungssinn durch die ätherischen Öle gestört und damit kann man langfristig mit etwas Geduld die Insekten vertreiben. Auch Zimtpulver, Zitronenschalen oder eine kleine Schale mit Essig vor den Zugängen der Insekten auszulegen, kann durch die intensiven Düfte die Ameisen dazu bringen, zu verschwinden.

Hirschhornsalz tötet die Ameisen

Hirschhornsalz ist tödlich für die Tiere. Gemeinsam mit Zucker ausgelegt, ist es ein Köder für die Tiere. Diese Backzutat setzt allerdings für die Tiere giftiges Ammoniak frei, wenn es von den Insekten verspeist wird.

Köderfallen nur in Haushalten ohne Kinder und Haustiere

Köderfallen sind sehr effektiv gegen die Insekten, allerdings nicht nur für diese, sondern auch für Kleinkinder und Haustiere giftig. In ihnen ist ein Lockstoff gemeinsam mit einem Insektizid verarbeitet. Die Tiere nehmen das Gift auf und bringen es so in ihren Bau. Damit wird die komplette Population bekämpft. In Haushalten mit Kindern und Haustieren sollte man auf diese Ameisenbekämpfung aber lieber verzichten.

Keine Futterreste von Haustieren stehen lassen

Gerade Tierfutter kann die Insekten anziehen. Deshalb sollte man beim Ameisenbefall der Wohnung darauf verzichten, Futterreste der Haustiere in Näpfen oder Schälchen zu lassen. So werden die Insekten nur noch mehr angezogen – und zudem angefüttert.

Lebensmittel gut verschließen

Lebensmittel sollten immer sowohl trocken als auch sauber und dicht gelagert werden, so dass die Insekten überhaupt nicht erst angelockt werden. Sowohl Glas- als auch Keramikgefäße mit Gummidichtungen am Deckel sind für die Aufbewahrung von Lebensmittel ideal. Gefäße mit Klippverschluss eignen sich auch sehr gut, denn durch die Hebelwirkung wird das Gefäß noch besser abgedichtet.

Professionelle Hilfe

Wenn die Population der Tiere so stark ist, dass man sich mit Hausmitteln nicht mehr helfen kann, dann sind Biozide als Hilfsmittel gefragt. Für die Verwendung dieser ist aber nur der Profi qualifiziert. Wird der Befall also eher schlimmer als besser, dann muss man sich unbedingt an einen Schädlingsbekämpfer wenden, um den Insekten den Garaus zu machen.


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