Freitag , 19 August 2022
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Hyaluronbehandlung: Faltenunterspritzung und Volumenbehandlung mit Hyaluronsäure-Gel

Hyaluronbehandlung: Faltenunterspritzung und Volumenbehandlung mit Hyaluronsäure-Gel

Hyaluronsäure wird in der Medizin seit vielen Jahren erfolgreich eingesetzt. Einen besonderen Namen hat sich die Säure, die ganz natürlich auch im menschlichen Organismus vorkommt, in der Ästhetischen Dermatologie gemacht: Im Bereich der Faltenunterspritzung und Volumenbehandlung kann speziell aufbereitetes Hyaluronsäure-Gel für eine deutliche Glättung und somit eine optische Straffung beispielsweise von Gesichtsfalten, aber auch einer erschlafften Wangenpartie, von Lippen oder abgesunkenen Augenbrauen sorgen.

Hintergrund: Das passiert bei der Hautalterung

Zunächst einmal ist es ganz natürlich, dass die Haut mit zunehmendem Alter mitaltert. Wann genau die Hautalterung einsetzt, ist individuell unterschiedlich, aber ab dem zirka 30. Lebensjahr kann man davon ausgehen. Ab dann verlangsamt sich die Zellteilung zunehmend. Das stützende Bindegewebe, das die Hautoberfläche quasi von unten polstert, kann zum einen selbst zurückgehen, zum anderen gewissermaßen „ausleiern“. Auch wird mit zunehmendem Alter auch das Fettgewebe im Gesicht, am Dekolleté sowie Hals nach und nach abgebaut. Hierdurch verliert die Hautoberfläche eine weitere Stütze.

Verschiedenste Faktoren können diese natürliche Hautalterung beschleunigen: Nikotinkonsum, intensive Sonnenbäder und regelmäßige Solarienbesuche, starker und schneller Gewichtsverlust und einige weitere. Daneben spielen aber sicherlich auch die Gene eine wichtige Rolle bei der Frage, ob man einem das Alter im sprichwörtlichen Sinne ansieht – und wie schnell dies passiert.

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Man kann einiges tun, um einer vorzeitigen Hautalterung vorzubeugen bzw. um die natürliche Hautalterung etwas einzudämmen. Dazu gehören insbesondere ein Verzicht auf die typischen Risikofaktoren (siehe oben), ein allgemein gesunder Lebenswandel sowie passende Pflegeprodukte. Einmal verloren gegangenes Volumen sowie bereits entstandene, tiefe Faltenkanäle lassen sich hierdurch allerdings nicht rückgängig machen. Wer sich hiermit nicht abfinden möchte, dem bietet die Ästhetische Dermatologie heute verschiedene Möglichkeiten, die insbesondere die Gesichtshaut ohne operativen Eingriff wieder glatter, frischer und jünger wirken lassen sollen. Neben komplett nicht-invasiven Methoden beispielsweise durch Ultraschall oder Tiefenwärme (Thermage™) gehört hierzu auch die Behandlung mit Hyaluronsäure.

Für wen ist die Hyaluronsäure-Behandlung geeignet?

Hyaluronsäure-Gel wird heute für verschiedenste Hautbehandlungen eingesetzt. So kann hiermit unter anderem Faltenkanäle unterspritzt werden, bekannt ist zum Beispiel die mit zunehmendem Alter stärker ausgeprägte Nasolabialfalte, oder verloren gegangenes Volumen zum Beispiel an den Lippen, am Kinn oder an der Wangenpartie (wieder) aufgefüllt werden. Dabei wird das Gel wie ein Füllmaterial in das betroffene Hautareal injiziert, wo es für die gewünschte Aufpolsterung, Glättung bzw. Unterfütterung sorgt. Aus diesem Grund nennt man Präparate wie Hyaluron-Gel auch Dermal Filler. Selbst kleine Korrekturen, beispielsweise eine optische Anhebung der Augenbrauen für einen wacheren Blick, die Unterfütterung der sogenannten Tränensäcke am Unterlid oder eine Lippenvergrößerung sind mit dieser Methode möglich. Dabei muss man zwischen Mimik- und Alterungsfalten unterscheiden: Nur letztere, also Falten, die mit einem Verlust an stützendem Bindegewebe und somit Volumen einhergehen, sind durch Unterspritzung mit dem Spezialgel behandelbar. Mimikfalten können auf Wunsch mit Botox geglättet werden.

Generell entscheiden sich Frauen und zunehmend auch Männer für eine Behandlung, die eine optische Verjüngung ohne chirurgischen Eingriff wünschen. Das Ergebnis einer Falten- oder Volumenbehandlung mit Hyaluronsäure-Gel wird von vielen als sehr natürlich wirkend beschrieben. Allerdings kann die Behandlung keine Wunder bewirken: Bei starker Hautalterung kann der gewünschte Effekt nicht ausreichend sein für die gewünschte optische Veränderung.

Hyaluron-Gel kann zur Glättung von Falten, zum Aufbau von Volumen sowie für kleinere Korrekturen zum Beispiel an Gesicht und Hals verwendet werden. Grundsätzlich ist dieser Dermal Filler für alle Behandlungen geeignet, bei denen Volumen erlangt oder zurückerlangt werden soll. Mimikfalten können hierdurch hingegen nicht korrigiert werden.

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Wer bietet die Hyaluron-Behandlung an?

Unterspritzungen mit Hyaluron-Gel werden häufig von Hautärzten mit einer Spezialisierung auf Ästhetische Dermatologie angeboten. Auch Fachärzte für Plastische und Ästhetische Chirurgie können entsprechende Behandlungen anbieten. Neben der fachlichen Qualifikation sollte natürlich auch das persönliche Vertrauensverhältnis stimmen. Aus diesem Grund ist ein unverbindliches Beratungsgespräch zwischen Arzt und Patient vorab obligatorisch. Viele Kliniken und Praxen bieten dieses kostenfrei an, einige erheben eine Schutzgebühr, die bei einer etwaigen Behandlung mit den entstehenden Kosten verrechnet wird. Hiervon sollte sich aber niemand in seiner Entscheidung für oder gegen die Behandlung bzw. auch einen bestimmten Arzt beeinflussen lassen. Im Zweifel kann es sich lohnen, eine zweite Meinung einzuholen.

Wie viel kostet die Faltenunterspritzung oder Volumenbehandlung mit Hyaluronsäure Gel?

Die genauen Kosten für die Behandlung hängen natürlich von verschiedenen Faktoren ab: Dem Behandlungsumfang, aber auch der jeweiligen Arztpraxis sowie dessen Standort. Generell ist in Deutschland mit Behandlungskosten ab zirka 300 bis 400 Euro aufwärts je Region zu rechnen. Der Preis richtet sich sowohl nach dem Zeitaufwand des Arztes als auch nach dem Umfang des verbrauchten Füllmaterials. Großflächige Volumenbehandlungen können auch deutlich teurer werden. Generell gilt, dass Patienten mit mehreren Sitzungen rechnen sollten. Einige Ärzte bieten hierfür spezielle Pauschalen, die bereits Auffrischungen beinhalten. Häufig kann auch die jeweils verwendete Ampulle mit dem Hyaluron-Gel für künftige Sitzungen in der Praxis aufbewahrt werden. Wer sich für eine Behandlung interessiert, sollte also nicht nur die unmittelbaren Erstkosten berücksichtigen, sondern auch den Preis für mögliche Folge- sowie Auffrischungssitzungen mit einplanen.

Sowohl Faltenunterspritzung als auch Volumenbehandlung müssen selbst bezahlt werden, die Krankenkasse übernimmt für ästhetische Behandlungen in aller Regel keine Kosten.

Die Behandlung im Überblick

Selbst großflächigere Behandlungen mit Hyaluronsäure-Gel können ambulant durchgeführt werden. Eine örtliche Betäubung reicht dabei aus. Trotzdem empfiehlt es sich natürlich, am Behandlungstag selbst keine weiteren Verpflichtungen und Termine einzuplanen.

Besondere Vorbereitungsmaßnahmen sind nicht nötig. Allerdings sollten Patienten, um Blutungen und weitere Komplikationen zu vermeiden, vorab keinen Alkohol trinken und keine blutverdünnenden Medikamente wie zum Beispiel ASS-haltige Schmerzmittel einnehmen. Medizinisch notwendige Medikamente sind hiervon natürlich ausgeschlossen, diese Einnahme sollte dem behandelnden Arzt aber rechtzeitig mitgeteilt werden.

Zur Unterspritzung wird nun eine Ampulle mit dem Hyaluronsäure-Gel aufgezogen und der Inhalt in die zuvor besprochenen Hautareale bzw. Faltenkanäle injiziert. Um eine möglichst schmerzfreie Behandlung zu erreichen, wird die Haut zuvor mit einer Creme lokal betäubt. Je nach Umgang der zu behandelnden Areale kann eine einzelne Sitzung nur eine halbe Stunde oder deutlich länger dauern.

Nach der Behandlung ist die Haut oft noch sehr empfindlich. Um eine optimale Heilung zu gewährleisten, sollten bestimmte Verhaltensmaßnahmen beachtet werden. Diese werden vom jeweiligen Arzt bzw. der zugehörigen Praxis ausgegeben. Eine spezielle Nachsorge wie nach einem operativen Eingriff ist bei der Hyaluronsäure-Behandlung nicht nötig. In der Regel können Patient/-Innen bereits am ersten Tag wieder den meisten üblichen Alltagstätigkeiten nachgehen.

Was sind die Risiken einer Behandlung mit Hyaluronsäure?

Hyaluronsäure kommt, wie bereits beschrieben, ganz natürlich auch im menschlichen Körper, genauer gesagt im Bindegewebe vor. Deshalb gilt die Substanz als sehr gut verträglich. Ein weiterer Grund hierfür: Hyaluronsäure wird bakteriell und nicht, wie beispielsweise das insbesondere früher häufiger verwendete Kollagen, tierisch gewonnen. Hierdurch ist das Risiko einer Allergie oder von Unverträglichkeiten deutlich geringer.

Ein weiteres Risiko, dass insbesondere bei permanenten und/oder künstlichen Dermal Fillern der früheren Generation bestand, ist hier ebenfalls deutlich minimiert: Bei einer möglichen Über- oder Fehlkorrektur, also einer zu hoch dosierten oder an der falschen Stelle platzierten Unterspritzung, bleibt diese zumindest nicht dauerhaft sichtbar bestehen. Hyaluronsäure-Gel wird gerade auf Grund seines Vorkommens im menschlichen Organismus nach und nach abgebaut. Hiermit einher geht aber ein Aspekt, den man in jedem Fall mit bedenken sollte: Die Behandlung muss aufgefrischt werden, wenn das Ergebnis dauerhaft sein soll. Wie oft dies geschieht und auch, wie viele Sitzungen zu Beginn nötig sind, ist individuell sehr unterschiedlich. Ein wenn auch nicht medizinisches, so aber ästhetisches Risiko besteht grundsätzlich darin, dass das Behandlungsergebnis nicht den eigenen Erwartungen entspricht. Die Gründe hierfür sind vielfältig und reichen von unrealistischen Vorstellungen der Patientin bzw. des Patienten über eine unzureichende Aufklärung darüber, welche Veränderungen realistisch sind, bis hin zu einer zu geringen Füllmenge. Nicht immer lässt sich das benötigte Material zur Unterfütterung von Faltenkanälen oder zum Volumenaufbau exakt vorab berechnen. Bei unter zu gering ausfallenden Korrektur ist es aber fast immer möglich, eine Folgebehandlung vorzunehmen.

Im Gegensatz beispielsweise zu einem operativen Lifting sind die Risiken bei der Unterspritzung mit Hyaluronsäure Gel deutlich geringer. Allerdings kann es selbstverständlich auch hier zu Komplikationen kommen. Insbesondere, wenn nicht hygienisch gearbeitet wird, sind Infektionen an der Einstichstelle möglich. Eine einwandfreie, sterile Praxis- bzw. Klinikumgebung sollte dieses Risiko bereits deutlich reduzieren helfen. Während der Behandlung sowie auch kurz danach sind leichte Schmerzen, Brennen und Kribbelgefühle, Rötungen und Schwellungen möglich. Diese klingen bei normaler Heilung relativ bald ab. Wie bei allen Injektionen, so sind auch hier Verletzungen des Nervengewebes möglich. Einen umfassenden Überblick über alle möglichen, auch seltene, Komplikationen gibt der behandelnde Arzt. Dabei können auch individuelle Voraussetzungen der Patienten eine Rolle spielen. Bei sich verändernden oder plötzlich auftretenden, neuen Reaktionen und Symptomen sollte umgehend der behandelnde Arzt kontaktiert werden.

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