Dienstag , 6 Dezember 2022
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Kalte Füße – was kann ich mit  natürlichen Mitteln dagegen tun?

Kalte Füße – was kann ich mit natürlichen Mitteln dagegen tun?

Kalte Füße sind nach verbreiteter Meinung ein Frauenproblem, was auch nicht ganz falsch ist. Häufig leiden nämlich gerade Frauen an niedrigem Blutdruck und der führt dazu, dass die Endgliedmaßen, also Hände und Füße, sehr schnell auskühlen. Besonders im Winter sind kalte Füße aber auch ein großesProblem, obwohl man die Begründung für die kalten Füße eben nicht nur auf die Jahreszeit schieben kann. Manche Menschen wiederum haben einfach so ständig kalte Füße. Und das ist nicht nur unangenehm, sondern sorgt auch für Folgeerkrankungen. Kalte Füße führen gerade bei Frauen schnell zu einer Auskühlung des Unterleibs und das bedeutet dann im schlimmsten Fall freie Fahrt für die Bakterien, die zur Blasenentzündung führen. Und auch Erkältungskrankheiten haben ihren Ursprung häufig in kalten Füßen – gerade was die Rachenerkrankungen angeht.

Kalte Füße sind immer ein Warnzeichen, dass zeigt, dass mit dem Kreislauf einfach nicht alles stimmt. Deshalb sollte man, wenn man immerzu kalte Füße hat, einfach mal den Blutdruck kontrollieren lassen. Und wenn alles geklärt ist oder die kalten Füße nur ein vorübergehendes Problem sind, dann helfen viele Hausmittel gegen die vermeintlichen Eisblöcke am Ende der Beine.

Mittel gegen kalte FüßeEin Fußbad

Ein warmes Fußbad, ordentlich angereichert mit Senf, ist eine perfekte erste Hilfe gegen eisige Füße. Die ätherischen Öle im Senf bewirken eine bessere Durchblutung der Füße und selbst wahre Eisklötze, die man oftmals in der Übergangszeit zum Winter nicht selten aufgrund falscher Schuhe mit nach Hause bringt, tauen in diesem Fußbad schnell auf. Es muss übrigens kein besonderer Senf sein, eine preiswerte Marke für wenige Cent aus dem Discounter reicht völlig aus, um die Füße wieder warm zu bekommen. Senfmehl ist eine Alternative zum Haushaltssenf.

  • Auch der Saft von zwei Zitronen im Fußbad taut kalte Füße wieder auf.
  • Weiter Alternative als Fußbad: Ein paar Tropfen Zimtöl im warmen Wasser wirken auch sehr gut.

Wer es etwas aufwendiger möchte, kann auch aus 50 Gramm Thymian, 125 Gramm Walnussblättern, 50 Gramm Lorbeerblättern und 50 Gramm Efeublättern aus der Apotheke einen Tee zubereiten. Dafür werden drei Liter Wasser zum Kochen gebracht, über den Tee-Mix gegossen und anschließend so weit abkühlen lassen, dass die Temperatur für die Füße angenehm warm ist. Jetzt gibt man noch zwei Esslöffel Kochsalz und einen Esslöffel Natron zum Sud dazu und badet dann die Füße für 10 bis 15 Minuten.

Barfuß im Gras oder im Schnee

Es ist nicht nur ein tolles Gefühl, barfuß durch das Gras zu laufen. Im Sommer am frühen Morgen für zehn Minuten durch das taufeuchte Gras zu laufen, regt zudem die Durchblutung an und trifft Vorsorge gegen kalte Füße. Wer richtig mutig ist, kann das auch im Winter machen, dann nämlich nach Möglichkeit das Schneetreten durchführen. Wie lange soll ich im Schnee herumlaufen? Dafür gibt es keine Regel – einfach nur, solange man es aushält. Dann sind die Füße durch äußere Einflüsse einmal so stark ausgekühlt, dass die Durchblutung schnell angeregt wird – die Füße werden jetzt absolut warm.

Wassertreten nach Art von Kneipp in der Badewanne

Pfarrer Kneipp wusste schon längst, was wir heute ganz selbstverständlich nutzen: Wasser ist für viele Beschwerden eine richtig gute und vor allem immer präsente sowie preiswerte Lösung. Für das Kneippen in der heimischen Badewanne gegen die kalten Füße muss man die Wanne nur bis etwa zur Wadenhöhe mit kaltem Wasser füllen. Dann einsteigen und in einer Art Storchenschritt für ungefähr zwei Minuten in der Wanne herumlaufen. Damit die Anwendung wirklich funktioniert, ist es wichtig, dass man mit dem angehobenen Bein wirklich komplett aus dem Wasser herauskommt. Dieses Kneippen sorgt gerade am Abend nicht nur für angenehm warme Füße für das Bett – es macht auch noch müde. Aber Vorsicht – damit es nicht zum Unfall kommt, unbedingt eine rutschfeste Matte in die Wanne legen!

https://www.youtube.com/watch?v=6mp1RkaE_F0

 
Auch das Abduschen in der Wanne kann die Füße schnell wieder aufwärmen. Dafür werden die Beine abwechselnd – das Rechte zuerst! – mit der Dusche von unten nach oben abgebraust. Die Wassertemperatur sollte etwa bei 32 Grad beginnen und dann langsam so hoch wie erträglich gesteigert werden. Danach die Füße trockenrubbeln, echte Wollsocken anziehen und ab ins Bett!

Massagen

  • Gut für die Durchblutung ist auch eine Massage der Füße. Dafür muss man weder Profi sein noch einen solchen engagieren. Ein Igelball, der für ein paar Euro im Drogeriemarkt oder in der Sportabteilung erhältlich ist, reicht für die Massage aus. Den nackten Fuß einfach über den auf dem Boden liegenden Igelball rollen.
  • Die Finger einzeln zwischen die Zehen schieben und dann kräftig bewegen – das fördert auf die Schnelle die Durchblutung in den Füßen.
  • Eine Massage der Füße, aufsteigend bis zu den Waden, fördert die Durchblutung ebenso.
  • Etwas aufwendiger, aber auch sehr hilfreich, ist die Bürstenmassage. Dafür fängt man an der rechten Außenseite des rechten Fußes mit der Massage an und geht in kreisenden Bewegungen bis zum Oberschenkel. Jetzt folgt die Innenseite des rechten Fußes. Die gleiche kreisende Massage bekommt nun auch der linke Fuß bis zum Oberschenkel. Toll für die Haut – und auch für warme Füße.

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Nachts kalte Füße – schnelle Hilfe ohne Aufstehen

Wer nachts mit kalten Füßen aufwacht, hat natürlich keine Lust aufzustehen und erst mit Wassergüssen oder anderen Anwendungen die Füße wieder warm zu bekommen. Einen Fuß in die Kniekehle des anderen Beins zu legen, taut die Eisfüße schnell wieder auf, ohne dass man das Bett verlassen muss und so richtig wach wird.

Kreislaufanregender Tee

Damit der Kreislauf in Schwung kommt und so auch die Füße wieder warm werden, kann man einen Teelöffel Rosmarinblätter mit kochendem Wasser übergießen, ungefähr sieben Minuten ziehen lassen und dann abseihen und trinken. Diesen Tee zweimal am Tag trinken und der Kreislauf bekommt wieder genug Schwung, um auch bis in die Füße für Wärme zu sorgen.

Auch Ingwer als Tee getrunken wärmt den Körper von innen. Dafür wird ein Stück Ingwer – etwa in der Größe des ersten Daumengliedes – in feine Scheiben geschnitten, mit kochendem Wasser überbrüht und dann ziehen lassen. Diesen Tee so heiß wie möglich trinken! Schon beim Trinken spürt man, wie die Wärme den gesamten Körper durchströmt. Dieser Tee ist auch ein hervorragendes Wärmemittel nach einem Spaziergang im Winter.

Allgemeine schnelle Hilfen gegen kalte Füße

Scharfes Essen erhitzt den gesamten Körper. Mit Chili gewürztes Essen trägt auch dazu bei, dass die Füße schneller warm werden. Damit die Durchblutung der Füße nicht unterbrochen wird, sollte man sich abgewöhnen, die Beine übereinander zu schlagen. Zu enge Schuhe unterbinden die Durchblutung. Also lieber ausreichend weite Schuhe mit warmen Socken – möglichst aus Schafwolle – tragen, wenn man zu kalten Füßen neigt.

  • Rizinusöl

Am Abend die Füße vor dem Schlafengehen mit Rizinusöl einreiben und dann dicke Socken darüber anziehen, ist ein Rezept, das schon über Generationen weitergegeben wird und das aus der Zeit stammt, als geheizte Schlafzimmer noch ein Traum waren.

  • Schweineschmalz und Knoblauch

Wer kein Problem mit Knoblauchduft hat, kann zwei Knoblauchzehen ganz fein schneiden, diese mit Schweineschmalz mischen und damit die Füße am Abend vor dem Zubettgehen gründlich massieren. Jetzt alte Socken anziehen, ab ins Bett und die warmen Füße genießen.

  • Die Profi-Massage

Einmal wöchentlich eine Reflexzonenmassage vom Profi durchgeführt, regt nachhaltig die Durchblutung an und tut ganz nebenher dem gesamten Körper gut.
 

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Über Andi

2 Kommentare

  1. Gegen kalte Füße und Schweißfüße trage ich in meinen Stiefeln immer Einlegesohlen aus Zedernholz. Durch die Sohlen wird die im Schuh aufgetretene Feuchtigkeit aufgesaugt und nach dem Ausziehen geruchsneutral wieder abgegeben.Kaufe meine Sohlen bei Zederna im Internet.

    • Hi Kerstin. Ich nutze auch immer die Einlegesohlen aus dem natürlichen Zedernaholz. Die helfen einfach zuverlässlich gegen Kälte von außen. Diese hölzerne Sohle bietet ja eine isolierende Schicht. Ich mag nicht nur den Geruch des Zederholzes, sondern ich finde klasse, dass man frühzeitig einige Infektionen im Fußraum vorbeugt. Also gegen Fußgeruch und gegen Fusspilz etc.