Freitag , 19 August 2022
ANZEIGE: Startseite » Gesundheit & Wellness » Schönheits-OPs » Kinnkorrektur (Kinnverkleinerung, Kinnstraffung, Kinnvergrößerung / Kinnaufbau, Kinn-OP) | Patienten-Ratgeber, Kosten und Preise
Kinnkorrektur (Kinnverkleinerung, Kinnstraffung, Kinnvergrößerung / Kinnaufbau, Kinn-OP) | Patienten-Ratgeber, Kosten und Preise

Kinnkorrektur (Kinnverkleinerung, Kinnstraffung, Kinnvergrößerung / Kinnaufbau, Kinn-OP) | Patienten-Ratgeber, Kosten und Preise

Ja, das Kinn zählt zu den markantesten „Aushängeschildern“ des Gesichts. Nur die Nase bestimmt in ähnlichem Maße, wie zum Beispiel das Profilbild ausschaut. Hieraus erklärt sich vielleicht auch, wieso das Kinn zu jenen Partien des Körpers gehört, mit denen nicht wenige Menschen unzufrieden sind. Dabei gibt es große Unterschiede zwischen den Geschlechtern: Männer beispielsweise empfinden ihre Kinnpartie mitunter als zu klein, was für viele automatisch mit „nicht männlich genug“ gleichgesetzt wird. Ein weiterer Punkt, den einige als Manko empfinden, ist das Fehlen des markanten „Kinngrübchens“. Zwar ist diese typische Einkerbung in der Mitte des Kinns inzwischen weniger präsent, wird aber noch immer von nicht wenigen als Zeichen der Männlichkeit geschätzt.

Bei Frauen, die mit ihrem Kinn unzufrieden sind, ist oft das Gegenteil der Fall: Sie empfinden ihr Kinn als zu groß, zu wuchtig oder auch zu weit hervorstehend. Dabei kommt es auf die genaue Betrachtung an. Manchmal wirkt die Kinnpartie im Gesamtverhältnis tatsächlich sehr mächtig. Daneben kann aber auch eine unvorteilhafte Form ausschlaggebend sein für das optische Missverhältnis.

Daneben gibt es zum Beispiel das sogenannte fliehende Kinn, das natürlich bei beiden Geschlechtern auftreten kann. Durch dieses anatomisch leicht zurückgesetzte Kinn kann der Eindruck entstehen, dass die oder der Betroffene ein Doppelkinn hätten – oder ein vorhandenes Doppelkinn wirkt stärker ausgeprägt, als es tatsächlich ist. Und schließlich kann natürlich auch ein tatsächlich vorhandenes Doppelkinn den optischen Gesamteindruck schmälern: Nicht selten sammeln sich unterhalb des Kinns Fettpolster an, die besonders hartnäckig sind und auch bei Normalgewicht bzw. nach erfolgreicher Gewichtsabnahme bestehen bleiben.

In allen hier genannten Fällen gilt: Form, Größe und allgemeine Beschaffenheit der Kinnpartie lassen sich nur selten verändern. Deutliche Gewichtsveränderungen können allerdings für optische Veränderungen sorgen. Ist die Unzufriedenheit mit dem eigenen Kinn so stark, dass eine Korrektur gewünscht wird, dann kann diese in der Regel nur durch einen operativen Eingriff hergestellt werden. Bei einem gewichtbedingten Doppelkinn kann natürlich zunächst eine gezielte Gewichtsabnahme versucht werden.

Der richtige Ansprechpartner für die Kinnkorrektur – Facharzt und Kosten

Bei der Kinnkorrektur handelt es sich je nach Definition um einen Eingriff der Plastischen und Ästhetischen Chirurgie und/ oder um eine Behandlung im Bereich der Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie. In der Regel wird der Eingriff aus ästhetischen Gründen durchgeführt, ein medizinischer Nutzen liegt dann nicht vor. Entsprechend müssen die entstehenden Kosten dann auch von der Patientin, dem Patienten selbst getragen werden.

Welche Behandlungsmethode nötig oder sinnvoll und welcher Facharzt der richtige Ansprechpartner ist, hängt von der Ausgangssituation ab: Ein Doppelkinn kann so, wie oben beschrieben, sowohl durch eine anatomische Veranlagung („fliehendes Kinn“) als auch durch überschüssige Fettzellen bedingt sein. Eine lokale Fettabsagung wird zum Beispiel durch einen Facharzt für Plastische und Ästhetische Chirurgie durchgeführt, während ein Kinnaufbau meist von einem Facharzt für Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie mit entsprechender Spezialisierung angeboten wird.

Übrigens gibt es keine eindeutige Regelung, welcher Facharzt welchen Eingriff anbieten darf. Wer auf Nummer sicher gehen möchte, der findet Fachärzte mit einschlägiger Ausbildung und Erfahrung zum Beispiel in der Adresssuche der jeweiligen Dachverbände. In jedem Fall sollte man sich ausreichend Zeit nehmen – und zwar sowohl für die Suche als auch für das persönliche Beratungsgespräch. Einige Praxen und Kliniken nehmen übrigens eine Schutzgebühr, die dann verrechnet werden kann, allerdings nur, wenn man den Eingriff auch vor Ort durchführen lässt. Andere bieten völlig kostenlose Beratungsgespräche. Doch auch von der Gebühr sollte man sich nicht beeinflussen lassen: Neben der fachlichen Qualifikation zählt hier natürlich auch das eigene Bauchgefühl. Um einen solchen Eingriff wie die Kinnkorrektur durchführen zu lassen, sollte man absolutes Vertrauen zu seinem ärztlichen Gegenüber haben und sich gut aufgehoben fühlen. Dazu gehört eine umfassende Aufklärung über den geplanten Eingriff, in dem auch etwaige Alternativen sowie mögliche Risiken nicht ausgeklammert werden. Eine grobe Einschätzung der entstehenden Kosten sollte ebenfalls genannt werden können. Je nach Methode sind hier zwischen 500 Euro aufwärts für eine lokale Doppelkinnbehandlung bis hin zu 3000 Euro und mehr möglich.

Übrigens: Zur Behandlung überschüssiger Fettpölsterchen am Kinn sind grundsätzlich auch non-invasive Methoden wie die Kryolipolyse (Kältetherapie) oder auch eine minimal-invasive Methode wie die Fett-Weg-Spritze geeignet.

Kinnkorrekturen werden von unterschiedlichen Fachärzten angeboten. Entsprechende Ansprechpartner findet man über die Mitgliedersuche einschlägiger Fachverbände wie der DGPRÄC, GÄCD oder DGMKG. Neben der fachlichen Qualifikation sollte aber auch das ganz persönliche Vertrauensverhältnis stimmen. Ein Gespräch vorab zum Kennenlernen ist daher obligatorisch. Ein weiterer Faktor, der nicht zu unterschätzen ist: Die Nähe zum eigenen Wohnort.

Kinnkorrektur: Unterschiedliche Methoden für unterschiedliche Wünsche

An dieser Stelle werden die wichtigsten Methoden für die jeweils unterschiedlichen Ausgangssituationen vorgestellt. Je nach Eingriff kann eine Behandlung unter Vollnarkose durchaus sinnvoll sein, insbesondere bei längeren und komplizierteren Operationen (Kinnaufbau in speziellen Fällen). Viele Behandlungen werden jedoch unter lokaler Betäubung durchgeführt.

Korrektur des Doppelkinns: Ein Doppelkinn kann auch nach erfolgreicher Gewichtsabnahme bestehen bleiben. Eine einfache Methode zur Entfernung bietet eine lokale Fettabsaugung, auch Liposuktion genannt. Dabei werden die vorhandenen Fettzellen zunächst mit einer speziellen Lösung unterspritzt, so dass sich diese besonders leicht lösen. In die Injektion wird häufig auch ein lokales Betäubungsmittel gegeben. Anschließend werden die überschüssigen Fettzellen mit einer Spezialkanüle, die in diesem Fall sehr fein ist, abgesaugt.

Kinnverkleinerung: Um ein besonders markantes Kinn zu verkleinern, so muss ein Teil des Kieferknochens abgetragen und entfernt werden. Soweit möglich, erfolgt der Einschnitt im Mundraum. Die Schleimhäute hier schwellen zwar sehr schnell und auch stark an, sie gelten jedoch gleichzeitig als besonders schnell heilend. Auch sichtbare Narben bleiben hierdurch im Normalfall nicht bestehen. Wenn das gewünschte Knochenmaterial abgetragen wurde, müssen die Schnitte noch vernäht werden.

Kinnvergrößerung, Kinnaufbau, Kinnaugmentation – auch Korrektur des fliehenden Kinns: Um ein Kinn optisch zu vergrößern, ist ein regelrechter Aufbau nötig. Auch hier können die Einschnitte meist über den Mundraum erfolgen, wodurch sichtbare Narben vermieden werden. Heute gibt es spezielle Kinnimplantate, die aus Silikon passend geformt sind. Diese werden in die Kinnpartie eingesetzt. Alternativ kann auch ein Kinnaufbau mit eigenem Knochen erfolgen, hierzu stehen verschiedene Methoden zur Wahl. Auch ein fliehendes Kinn kann durch einen kieferchirurgischen Eingriff korrigiert werden, entweder durch einen Aufbau, der das Kinn optisch nach vorne holt, oder durch eine tatsächliche Veränderung der Position des Kieferknochens (beispielsweise durch Spaltung).

Vorbereitung und Nachsorge

Eine optimale Vorbereitung und natürlich auch Nachsorge können den Behandlungserfolg positiv beeinflussen. Umgekehrt kann nachlässiges Verhalten unnötige Komplikationen begünstigen und den Heilungsverlauf verlangsamen. Die aktive Mitwirkung des Patienten, der Patientin wird in der Medizin heute auch als „Compliance“ bezeichnet. Dabei sind sich viele Experten einig, dass man die Wichtigkeit eben dieser lange unterschätzt hat.

Zu den obligatorischen Verhaltensmaßnahmen sowohl vor als auch nach einem zum Beispiel kieferchirurgischen Eingriff zählen der Verzicht auf Alkohol sowie blutverdünnende (zum Beispiel ASS-haltige) Medikamente. Eine Ausnahme stellen solche dar, die von einem Arzt verordnet wurden und regelmäßig eingenommen werden müssen. Hier ist eine genaue Absprache nötig, wie man weiter vorgehen sollte. Wird der Eingriff unter Vollnarkose durchgeführt, sind weitere Vorsichtsmaßnahmen (zum Beispiel Nüchternheit) nötig. Diese werden separat vom behandelnden Anästhesisten erläutert.

Welche Nachsorgeschritte genau nötig sind, hängt von der jeweiligen Operationsmethode ab. Bei Eingriffen im Mund- und Kieferraum werden meist sehr genaue Verhaltensmaßnahmen ausgegeben, an denen sich Patient/-innen orientieren können. Hierzu zählen zum Beispiel der Verzicht auf Nikotin, Milchprodukte und heiße Getränke in den ersten Tagen nach dem Eingriff. Das Spülen mit einer Speziallösung kann sinnvoll sein, einige Ärzte raten aber zu Gunsten einer besseren Wundheilung gerade hiervon ab. In jedem Fall sollten die Wunden niemals kräftig gespült werden. Um das Risiko von Nachblutungen zu verringern, kann ein Verzicht auf Wärme (zum Beispiel heiße Bäder, Sauna, Whirlpool) sinnvoll sein. Auch sollten die OP-Wunden keinem Druck ausgesetzt sein, wodurch Sport und andere körperliche Anstrengung für eine Zeit gemieden werden sollten. Weitere Maßnahmen können individuell je nach Behandlung und Ausgangssituation notwendig sein.

Risiken und typische Beschwerden

Unabhängig von der gewählten Methode ist die Kinnpartie nach der Korrektur oft sehr schmerzempfindlich. Einschnitte über den Mundraum können besonders schmerzhaft sein, gelten dabei aber auch als relativ schnell heilend. Auch außen sichtbare Hämatome und Schwellungen sind bei allen Operationen möglich.

Zu den möglichen Risiken zählen unter anderem Infektionen und Verletzung von Nervengewebe, im schlimmsten Fall mit Folge dauerhafter Missempfindungen. Diese gehört bei sachgemäßer Behandlung jedoch zu den selteneren Komplikationen. Einschnitte im Mundraum heilen durch die hier befindliche Schleimhaut meist sehr gut ab, insbesondere, wenn die Hinweise zur Nachsorge gewissenhaft befolgt werden. Trotzdem kann es auch hier zu ernsteren Komplikationen kommen, über die der Arzt aufklären muss. Bei allen Eingriffen besteht die Möglichkeit, dass das Ergebnis nicht dem gewünschten Behandlungsziel entspricht. Gerade beim Kinnaufbau ist chirurgisches Fingerspitzengefühl gefragt. Auch deshalb sollte man einen passenden Facharzt mit ausreichend Erfahrung auf diesem Gebiet auswählen und sich genügend Zeit für die Suche nehmen.

Über Redaktion

Chefredakteur